Auf der mcbw: “Quantified Self” – Qualified Life?

IMG_0758Der populäre Begriff Quantified Self bezeichnet Methoden sowie Hard- und Softwarelösungen zur Aufzeichnung, Analyse und Auswertung personen- oder umweltbezogener Daten. Zu diesem Thema habe ich mir auf der Munich Creative Business Week (mcbw) einige Impulsvorträge angehört – unter den Themenbezügen “Medien” und “Service”. Es ging um eine neuartige APP mit der Blinde und Sehbehinderte künftig in einem vorher “eingescannten” Supermarkt einkaufen können, um Optimierung von Verhaltensabläufen (“Landkarte des Verhaltens”) zum Beispiel als Gesundheitsvorsorge für sich und andere. Ein Vortrag drehte um “Smart Reporting” (“strukturierte Befundung”) im Gesundheitswesen, ein weiterer um die durch ineinander greifende Informationen verkürzte Wartezeit (auf die Diagnose) um 90% – für Frauen, die befürchten, an Brustkrebs erkrankt zu sein. – Alles in allem zukunftsweisende Entwicklungen mit potenziell hohem Nutzen in persönlicher und auch ökonomischer Sicht. Nur: bei manchen dieser Entwicklungen im PRIVATEN Bereich frage ich mich, ob wir uns nicht immer weiter von unseren menschlichen und sozialen Fähigkeiten entfernen? Quantified Self – Qualified Life? – Intuition: ich weiß doch, wie es meinem Körper geht, ob ich mich gut ernähre und genau bewege – wenn ich hineinspüre. Miteinander: früher ist der Zivi mit dem Blinden zum Einkaufen gegangen. Vor Jahren lästerte ich: “…das NAVI ist der erste Schritt zum betreuten Wohnen!” (natürlich habe ich selbst längst eines…). – Verschanzen wir uns zunehmend hinter High Tech? Immer neue Trends im Bereich Augmented Reality und Virtual Reality … wobei manche davon durchaus einen “Social Impact” haben: gestern wurde ein Ausstellungskonzept mit Augmented Reality Anteilen vorgestellt – es ging darum, Schüler hautnah an das schreckliche Thema “Frauenhandel” heranzuführen… mit Hilfe von “echten” Eindrücken der entsprechenden Lebenswelt soll das Geschehen begreifbarer gemacht werden, die Jugendlichen sensibilisiert werden. Sinnvoll?


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